Zur Person

Ich bin Terrarianer seit frühester Kindheit. Im Laufe der Jahre habe ich viele verschiedene Reptilien und Amphibien mit mehr oder weniger Erfolg gehalten. Mein Schwerpunkt sind sicher verschiedene Echsenarten wie Iguaniden aus den südöstlichen USA und Mexikos, die Baumschleichen der Gattung Abronia, die Chinesische Krokodilschwanzechse u.a. aber auch für manche Wirbellose kann ich mich begeistern.
Ebenfalls schon seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der einheimischen Herpetofauna. Das Erwandern ihrer Lebensräume, das Suchen, Beobachten und Fotografieren der Tiere in ihrem natürlichen Biotop sind ein toller Ausgleich zu allem Ärger und Streß im Alltag.

Qualifikation

Der Züchter hat die staatlich anerkannte "DGHT/VDA-Sachkundeprüfung Terraristik gem. §11 Tierschutzgesetz" abgelegt oder verfügt über eine gleichwertige staatlich anerkannte Qualifikation.

Galerie



Abronia-Paarung
Abronia-Paarung

trächtiges
trächtiges A.graminea-Weibchen

Wir
Wir haben es in der Hand: Arterhaltung durch Nachzucht

gut
gut getarnt durch kryptische Färbung


halbes
halbes Jahr alt

langsam
langsam färben sie sich um

leuchtend
leuchtend grünes und grau-grün-gebändertes Weibchen

Pärchen
Pärchen Abronia deppei

Züchter Harry Wölfel
Abronia graminea
(Grüne Baumschleiche)

Weitere Züchter von Abronia auf der Gattungsliste.

Beschreibung der Zuchtgruppe

Abronias sind Tiere aus den höheren bis Hochlagen Mexicos, Guatemalas, Honduras und El Salvadors. Bis auf 2 Arten (A. bogerti und A. chiszari), die im tropischen Regenwald leben, kommen alle anderen der insgesamt ca. 28 Arten umfassenden Gattung zwischen 1.500 bis über 3.000 Meter über n.N. vor. Ihr Lebensraum sind dick mit Epyphiten (Moosen, Farnen, Orchdieen und vor allem Bromelien) bewachsene Bäume in montanen Nebelwäldern (Kiefern-Eichen-Mischwälder). Aufgrund zunehmender Zerstörung seines Lebensraums durch Abholzung und Brandrodung sowie leider auch durch das Absammeln durch Tierfänger gilt die gesamte Gattung als extrem bedroht.
Als Adaption an ihren kühlen montanen Lebensraum sind diese Echsen lebendgebärend und an extreme Klimaverhältnisse angepasst.
Meine Zuchtgruppe Abronia graminea besteht selbst aus blutsfremden Nachzuchttiere. Ich hab ein leuchtend grünes und ein grau-grün-längs-gestreiftes Weibchen die zuletzt je 7 Jungtiere zur Welt brachten.
Frisch zur Welt gekommene Abronia-Baybys unterscheiden sich durch ihre kryptische Färbung deutlich von den Alttieren. Mit ca. einem halben Jahr färben sie sich langsam um und sehen den Alttieren immer ähnlicher. Achtung: als Babys sind sie sehr schlank und können durch engste Ritzen (überlappende Glasscheiben) schlüpfen! Das musste ich leider bei meinen ersten Abronia-Nachzuchten erleben, als ich 2 Jungtiere vertrocknet außerhalb des Terrariums fand. Ich will keine Schleichwerbung machen, aber zur Aufzucht der Jungtiere eignen sich gut Repti-Breeze-Gaze-Terrarien von Zoo Med. Trotzdem sollten auch hier die Türspalte mit eingesetzten Winkeln ausbruchsicher gestaltet werden.
Die Tiere sollten generell mit reichlich Frischluft versorgt werden - im Idealfall hält man sie im Freiland. Dann ist aber wichtig, dass sie allzu großer Hitze und Sonneneistrahlung sicher ausweichen können. Ausgiebige Regenfälle und eher kühlere Temperaturen vertragen die Echsen naturgemäß sehr gut.
Im Zimmerterrarium ist auf ausreichend Luftfeuchtigkeit zu achten - der Einsatz eines Verneblers bietet sich an.
Kleine Jungtiere fressen gut mit Vitamin-Mineralpulver bestäubte Drosophila und kleine Heimchen. Ihrem Wachstum entsprechend kann die Größe der Futtertiere angepasst werden. Alle Abronias fressen ausgesprochen gerne Spinnen und manche auch gerne mal eine Nacktschnecke.
Männchen untereinander sind nicht bzw. nur in sehr großen Terrarien zu vergesellschaften!

Aktueller Status

Nachzuchten Januar 2012

Kontakt

Harry Wölfel; Hirtenackerstr. 23 i; 95463 Bindlach; harrywoelfel@googlemail.com

Alle Nachzuchten von Harry Wölfel: Abronia deppii, Abronia graminea, Sauromalus hispidus, Shinisaurus crocodilurus.